picture widgets
Posts mit dem Label Dumont werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dumont werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 17. März 2013

Heiliger Bimbam

Den Ausspruch kennt jeder - aber er ist schon ziemlich veraltet wie ich meine. Aber in diesem Falle geht es auch um den Detektiv-Roman von Edmund Crispin und heißt im englischen Original "Holy Disorders". Allein druch den Titel und die Aufmachung des Covers hätte ich mir das E-Book wohl eher nicht zugelegt, aber dank "Blogg dein Buch" und dem Dumont Buchverlag konnte ich es dann doch lesen.


Inhalt:
Das Provinzstädtchen Tolnbridge schreckt hoch, als Gervase Fen sich auf die Spur eines Todesfalls in der Kathedrale begibt. Auf den Organisten ist ein Mordschlag verübt worden. Unter der Oberfläche kleinstädtischen Anstands verbirgt Tolnbridge ein Geheimnis. Nur der arrogante Gervase Fen ist in der Lage, das Puzzle zusammenzufügen.


»Mord als schöne Kunst betrachtet« – unter diesem Motto präsentiert DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek Meilensteine anglo-amerikanischer Spannungsliteratur in der Tradition des literarischen Detektivromans. Vom Serientäter bis zum perfekten Mord, von den Golden-Age-Klassikern bis zur »Grande Dame« der Kriminalliteratur Charlotte MacLeod: DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek versammelt das Beste des Genres – mit originellen Plots, fantasievollen Settings und charakterstarken Ermittlern.


Meine Meinung:
Edmund Crispin (eigentlich Bruce Montgomery) reiht sich mit seinem Roman in die Riege der englischen Detektiv-Roman Schreiber ein. Es ist das typische Muster: Ein Detektiv, der sich sozusagen seinen "Watson" an seine Seite holt und den Mordfall am Ende aufklärt. Crispin selbst bezieht sich sogar auf den ein oder anderen Kollegen.
Aber ein Mordfall? Nein, bei Crispin gibt es gleich zwei und mehrere Mordversuche, damit der Roman von Anfang an spannend bleibt. Und um den Ganzen noch die Krone aufzusetzen gibt es auch noch Spione - die Geschichte ist in einer Zeit angesiedelt in der England im Krieg ist. Nicht irgendeiner, sondern der zweite Weltkrieg. Dass es sich um diesen handelt kann man die ganze Zeit erahnen, aber spätesten nach dem Ausspruch "Wenn wir aufgeben, dann haben wir spätestens morgen Himmler im Nachttopf" ist es klar. Aber das ist eher Hintergrundgeschehen.
Am Anfang steht der Mord und der Ruf nach Geoffry Vintner einem Komponisten, der den Platz des Organisten einnhemen muss. Gleich zu Anfang wird der Leser dann auf die falsche Spur geführt und denkt - Vintner ist der Detektiv, weil auch er einen Gehilfen an die Seite bekommt. Allerdings ist der Rätsellöser dann doch Professor an der Oxford Universität und schon ein durchgedrehter Vogel (an manchen Stellen erinnert er sehr an Sherlock Holmes).
Nach und nach kommen Vintner und Fen dem Mörder immer näher - nach Ausflügen in den Okkultimus und die Hexenverfolgung, steht zumindest Fen kurz vor der Lösung, während Vintner noch im Dunkeln tappt. Doch bevor Fen den Fall aufklären kann, wird er angeschossen und entführt. Eine neue Suche beginnt und so langsam klären sich die Fronten. Als dann Fen lebend gerettet wird, wird es auch für den Leser spannend. Endlich weiß man, wer der Drahtzieher hinter den Morden und der Spionage steckt. Es ist wie immer jemand, mit dem man nicht gerechnet hat, soviel kann ich verraten.

Fazit:
Und wieder zeigt sich: beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband. Mir wäre wirklich was durch die Lappen gegangen, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Edmund Crispin hat mir vorher nichts gesagt, aber er schreibt spannend wie Doyle und passend für seine Zeit. Wer Sherlock Holmes mochte, wird auch dieses Buch ungern aus der Hand legen. Mich hat es auf jeden Fall überzeugt.
Bestellen könnt ihr es übrigens hier direkt auf der Shopseite des Dumont Buchverlages.