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Freitag, 16. Januar 2015

Neues von Meister des Horrors - Mr. Mercedes

Wisst ihr, was der Vorteil von viel Zeit ist? Man kann ein wenig mehr lesen als sonst. Das zweite Buch dieses Jahr, das ich zu Weihnachten bekommen habe, war der neue Roamn von Stephen King: "Mr. Mercedes".
King hat es irgendwie mit Auots - ich erinnere mich an den Buick oder an Christine. Nun also mal gute deutsche Wertarbeit ^^




Klappentext:
"Jede Ära hat ihre eigenen Ängste - King spielt virtuos damit." - New York Times

Ja, ihr hab richtig gelesen - mehr steht da nicht. Wirklich nicht. Nur dieser Satz und ein gezeichnetere Eiswagen. Das wars. Und da soll man nicht neugierig werden. Also ab und das Buch lesen.

Inhalt und Meine Meinung:
Also ein Krimi von Stephen King. Hatten wir schon mal. Damals war es Joyland. Dieses Mal also Mr. Mercedes.
Das Cover lässt ja erst mal nicht auf das Auto schließen, dennoch hat der blaue Regenschirm etwas mit dem Buch zu tun. Ich finde es ansprechend gestaltet und das viele Blut lässt auf Spannung schließen.
Direkt im ersten Kapitel sterben Menschen. Das ist in Krimis jetzt nicht ungewöhnlich, allerdings dreht es sich danach nicht um die Ermittlungen, sondern um das Leben des Ex-Cops Hodges, der es damals nicht geschafft hat, den Mercedes Killer zu schnappen. Er hat mit seinem Leben schon weitestgehend abgeschlossen, als ihn ein Brief aus der Lethargie reißt und dem Leben einen neuen Sinn gibt. Denn Mr.Mercedes (wie der Mörder von den Medien genannt wurde) hat noch einiges vor.
Dennoch läuft alles anders als Mr.Mercedes denkt und einige Handlungsstränge enden anders als erwartet.
Mehr möchte ich zum Inhalt schon gar nicht sagen, sonst verrate ich zu viel und es soll ja spannend bleiben. 
Meine Meinung zum Buch ist allerdings zwiegespalten. Erst einmal musste ich mich daran gewöhnen, dass King, anders als in vielen anderen Büchern, im Präsens schreibt (vorher nur in "Das schwarze Haus" und ein paar Kurzgeschichten). Das ändert den Blickwinkel auf die Geschichte und versetzt einen als Leser auch ins Hier und Jetzt - in eine Zeit, in der jeden Tag ein Attentat geschehen kann und damit spielt King auf grausige Weise. An den Stil gewöhnt man sich allerdings schnell und dann liest sich das Buch sehr flüssig. Es kommt außerdem mit wenigen Figuren aus. Für mich sehr angenehm, man muss sich nicht viele Namen merken und nicht überlegen, wann dieser schon mal vorgekommen ist. Im Mittelpunkt steht Bill Hodges und Mr. Mercedes. Um sie scharen sich auf der einen Seite ein alter Kollege, Jerome, Holly und Janey - auf der anderen Seite seine Mutter und zwei Arbeitskollegen.  Nach und nach kommt Hodges seinem nicht aufgeklärten Fall immer näher - und hier kommt der blaue Regenschirm ins Bild. Denn über das Chatportal "Under Debbies Blue Umbrella" tritt  Mr.Mercedes mit Hodges in Kontakt. Allerdings anders als der Killer sich gedacht hat. Am Ende steht der nächste teuflische Plan - und ob das alles gut geht?
Hier geht King auf die Ängste der Menschen ein - der nette Typ von nebenan - unauffällig - plant nach seinem ersten Anschlag noch einen weiteren, weitaus schlimmeren. Und genau wie im richtigen Leben merkt es aus seinem Umfeld keiner - es könnte also wirklich Realität werden. Spannung bietet dieser Roman also bis zum Schluss und einige Wendungen, mit denen man als Leser nicht gerechnet hat.
Allerdings sind auch einige Szenen dabei, die nichts für schwache Nerven sind und die ich auch gern weggelassen hätte, teilweise wirklich eklig die genauen Beschreibungen.
Auf der anderen Seite taucht er in technische Tiefen ein und zeigt auf, was eigentlich alles möglich ist. Und wer genau liest, findet sogar einige Anspielungen auf seine eigenen Romane ^^

Fazit:
Es ist nicht Kings bestes Buch. Schuster bleib bei deinen Leisten muss man doch sagen. Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage und spannend ist es auch. Es ist aber nicht sein Metier, was man an einigen Stellen auch merkt. Da wird er makaber und driftet ein wenig ins Horror bzw. in den Thriller ab.
Ansonsten ist das Buch gut zu lesen, die Figuren super und die Handlung am Anfang nicht absehbar, wodurch ich das Buch dann doch nicht gern aus der Hand gelegt habe. Für schwache Nerven ist es aber teilweise nichts, da kann einem schon schlecht werden. 
Für Fans also absolut geeignet, auch für Menschen die es heftiger mögen. Auch wenn es anders ist, bin ich froh es gelesen zu haben - es ist doch mal was anderes, als andere Krimis, wenn auch gewöhnungsbedürftig, aber gut. Ich würde sagen, es hat Verfilmungspotential ^^




Donnerstag, 8. Januar 2015

Das erste Buch des Jahres

Zur Zeit hae ich doch ein bisschen mehr Luft zum Lesen. Daher ist es auch kein Wunder, dass das erste Buch des Jahres schon asugelesen ist. Okay, mit 332 Seiten ist es nicht besonders lang gewesen, dafür aber umso besser geschrieben, sodass ich es kaum aus der Hand legen wollte.
Das Buch "Haus der Geister" von John Boyne habe ich zu Weihnachten bekommen und sah schon ganz interessant vom Cover aus- Wer es allerdings im Buchhandel sucht, muss zu den historischen Romanen gehen ^^




Klappentext:
England 1867. Die junge Eliza Caine fährt in die englische Grafschaft Norfolk, um eine Stellung als Gouvernante anzutreten. Zu ihrer Überraschung stellt sie fest, dass außer den beiden Kindern niemand in dem alten viktorianischen Anwesen lebt - bis sie erkennen muss, dass sie dennoch nicht alleine sind. Etwas verfolgt sie und trachtet ihnen nach dem Leben.


Inhalt und Meine Meinung:
Ich fange mal beim Cover an: Es ist schön gespenstisch gehalten in Weiß- und Grautönen, die eine Frau andeuten. Das Cover allein hat mich schon neugierig gemacht und passt im Nachhinein gesehen auch wirklich gut zum Buch.
Die Geschichte startet in London mit Charles Dickens - der jedoch nicht die Hauptfigur wird. Die Hauptfigur ist Eliza Caine, eine junge Frau und Lehrerin in London, die zusammen mit ihrem Vater lebt. Dieser verstirbt jedoch unerwartet und Eliza ändert ihr gesamtes Leben. Sie antwortet auf eine Annonce in der Zeitung und bekommt die Stelle als Gouvernante in Gaudlin Hall in Norfolk. Doch dort angekommen wird sie mit vielen kuriosen und auch gefährlichen Situationen konfrontiert. Warum zum eispiel scheint sie auf den ersten Blick die einzige Erwachsene in dem großen Herrenhaus zu sein. Das Geheimnis um das alte Haus und die beiden Kinder Isabella und Eustace lüftet sie im Laufe der Handlung nach und nach, auch wenn die Dorfbewohner anfangs nicht sehr hilfreich sind.
Mehr will ich jetzt eigentlich auch gar nicht verraten, vielleicht noch, dass das Ende ziemlich dramatisch wird und damit auch den höchsten Punkt des Spannungsbogens darstellt, der wirklich gut gespannt wurde.
Als Geistergeschichte ist das "Haus der Geister" wirklich gut beschrieben. In diesem Buch geht es anders als in anderen historischen Romanen wirklich nur um einen kleinen Zeitraum und auch wenig um die Entwicklungen in der Zeit. Es wurde gut recherchiert, was sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England alles geändert hat, was aber nicht im Mittelpunkt steht, sondern wirklich nur das Herrenhaus Gaudlin Hall und das Dorf nebenan. Auch dass die Geschichte mit wenig Personen auskommt, finde ich aufgrund der Kürze sehr schön. Man kann sich gut in die Personen hineinverstzen wobei Isabelle ein wenig schwierig ist, da man Anfangs schlecht nachvollziehen kann, warum sie so agiert, wie sie es tut. 
Die Geschichte selbst ist schön aufgebaut, auch wenn sich der Anfang ein klein wenig zieht. Sie wird aber immer spannender je tiefer man in die Geheimnisse um Gaudlin Hall eingeweiht wird. Das "Happy End" ist auch mal anders als in anderen Büchern, was es für mich sehr sympathisch macht.

Fazit:
Ein wunderschön geschriebenes Buch, dass im Bereich der historischen Romane mal etwas anderes ist. Es liest sich flüssig und die Geschichte ist schlüssig und sehr spannend und das auch noch bis zum Schluss. Ich kann das Buch wirklich empfehlen und anders als Bücher im Genre des Horrors ist es auch für zartbesaitete geeignet, die sich ein wenig gruseln möchten.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Liebesschmarrn und Erdbeerblues

Bairisch wurde vor Kurzem Mal wieder als schönster Dialekt Deutschlands gewählt, wohingegen Sächsisch, der schlimmste sein soll. Kann ich als Sachse jetzt zwar gar nicht nachvollziehen, aber was solls.
Trotzdem habe ich mich an das Werk von Angelika Schwarzhuber herangewagt. Ohne Blogg dein Buch bin ich ja schon zu vielen Büchern gekommen, die ich mir in der freien Wildbahn wohl nie gekauft hätte, die mich aber doch richtig überzeugt haben. So eben auch "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" das im Verlag "Blanvalet" erschienen ist und HIER bestellt werden kann.


Klappentext:
Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«?

Michi ist ihr Traummann – bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht!

Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?

Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!



Inhalt und meine Meinung:
Bairisch ist gar nicht so schlimm wie ich manchmal denke. Wenn ich es mit selbst laut vorlese versteh ich das meiste sogar. Zum Glück für den Normaldeutschen außerhalb Bayerns ist das Buch zum Großteil auf hochdeutsch geschrieben und nur die Liebesbekundungen, die Lene Koller sucht, nachdem ihr Freund Michi ihr eine gemacht hat. Aber es ist nicht das was Lene will. Gibt es auf Bairisch das genaue Ebenbild zu "ich liebe dich", "Te amo", "I love you" usw.? Das will Lene herausfinden und findet sich gleich von mehreren Männern begehrt. Doch sie folgt ihrem Herzen und nach ereignisreichen Wochen, schreibt Lene ihr Buch und findet auch für sich die richtige Liebe.

Das Buch war für mich mal etwas ganz anderes und vor allem die Worttabelle bairisch-hochdeutsch hat mir einige Male geholfen. Auch die Rezepte im Buch hören ich lecker an, vielleicht probier ich sie mal aus. Was mich vor allem aber angesprochen hat, war das Gefühl wirklich mitten in Lenes Leben und ihrem Buch zu sein, das sie gerade schreibt. Eine wirklich gelungene Idee. Das Buch ist frisch, die Figuren herzlich und wirklich liebenswert und auch alltäglich. Es findet sich auch viel mehr Tiefgang als von mir am Anfang erwartet und das freut mich. Ich kann das Buch als Sächsin wirklich weiterempfehlehn und auch wenn bairisch noch immer noch mein Lieblingsdialekt ist, hat das Buch doch ein wenig beigetragen ihn mir ein wenig näher zu bringen.

Freitag, 13. Juli 2012

Feuer

Von Karen Rose hab ich schon einige Bücher gelesen und das hier hat mir meine Mama gegeben. Da sies aber noch nicht gelesen hat, sondern für den Urlaub aufhebt, noch ein kurzer Hinweis: Mama, lies jetzt nicht weiter, wenn du nicht schon vorher zuviel wissen willst ^^



Klappentext:
Aus Leichtsinn verursachen vier College-Studenten einen Großbrand in einem Apartmentkomplex, bei dem ein junges Mädchen qualvoll verbrennt. Was sie nicht wissen: Sie werden beobachtet. Wenig später erhalten sie ein Video und die unmissverständliche Anweisung, ein Warenhaus in Brand zu stecken. Sie haben keine Wahl und setzen ein Flammeninferno in Gang, das Feuerwehrmann Hunter und seine smarte Kollegin, Detective Olivia Sutherland, tagelang in Atem hält. Dann stirbt der erste der Freunde – bei einem Autounfall, angeblich. Als wenig später der nächste ums Leben kommt, entsteht Panik. Was für ein grausames Spiel spielt dieser Erpresser? Er muss zum Schweigen gebracht werden – für immer…

Inhalt und meine Meinung:


Ich freue mich immer, wenn ich ein neues Buch von Karen Rose lesen kann. Die bisherigen waren immer spannend und "Feuer" steht ihnen in nichts nach. Der Titel passt zum Buch, wobei ich den englischen "Silent Scream" fast noch besser finde. Aber das ist wie immer Geschmackssache.
Wie immer geht es auch um eine Mordserie, die allerdings nicht als solche beginnt, sondern mit einem Feuer, in dem aus Versehen ein Mädchen umkommt. Danach werden die vier College-Studenten erpresst und bald darauf dezimiert sich nicht nur die Zahl der Häuser in der Stadt, sondern auch die der Brandstifter, bis am Ende einer übrig bleibt. Und dann ist da noch der Erpresser, der selbst mordet wie ihm es passt.
David Hunter (Feuerwehrmann) und Olivia Sutherland (Mordkomission) haben daher alle Hände voll zu tun. Und das nicht nur beruflich, denn auch in ihrem Privatleben gibt es einiges zu klären und zu regeln.
Es erscheinen auch wieder viele bekannte Charaktere aus ihren vorhergehenden Büchern. Ab und an hatte ich das Gefühl, ich müsste das vorhergehende Buch - ich glaub es war "Das Lächeln deines Mörders" - noch einmal lesen. Sowohl David als auch Olivia mussten da bereits als Nebenfiguren aufgetaucht sein, ich konnte mich aber nicht erinnern. Immer wieder wird auf die Handlung aus dem vorhergehenden Roman eingegangen, allerdings auf eine Art, dass man das andere Buch nicht gelesen haben muss. Es ist also in Ordnung so.
Ich finde es auch gelungen, wie Karen Rose den Leser immer wieder auf eine Fährte führt - der Erpresser ist ein sonst eher unscheinbarer Typ und bei den Brandstiftern überlebt auch der von dem man es am wenigsten erwartet. Am Ende gibt es dann auch noch verwandschaftliche Verbindungen zum FBI und jede Menge Tote.


Ich finde das Buch klasse (wie eigentlich alle Romane von Karen Rose). Spannend bis zur letzten Seite und alle irgendwie miteinander vernetzt, so dass man die anderen Bücher eigentlich gleich noch mal lesen kann, wenn ein neues herauskommt (das ist dann wieder im Dezember der Fall ^^). Ich kann den und alle anderen Romane auch nur empfehlen. Sie sind spannend, haben einen Hauch Romantik (ja, die Helden bekommen hier am Ende immer das was sie wollen - das zieht sich wie ein roter Faden durch alle ihre Werke) und die Vorgehensweise der Mörder ist genial. Da sieht man mal, was so alles möglich ist.

Sonntag, 26. Februar 2012

Cupido (lat. Begierde) - Buchvorstellung

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich von einer Freundin zu Weihnachten bekommen habe. Igrndwie hab ich im Februar doch mehr Zeit zum Lesen gefunden und so langsam wird mein Bücherstapel ein wenig kleiner.

Wie im Titel bereits zu lesen, heißt der Roman "Cupido". Wozu hat man Latein gehabt, "cupere" heißt "begehren", damit "Cupido" Begierde (zur Not auch Leidenschaft, aber das erstere passt besser zum Buch). Geschrieben hat es Jilliane Hoffman

Der Klappentext: Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. du bist allein. Alles schein wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert gewartet.....

Das klingt schon mal wirklich spannend und auch sehr brutal. Das krasse: Genau das, was im Klappentext beschrieben wird, passiert auf den ersten 70 Seiten (die Vergewaltigung selbst wird zum Glück nicht sehr bildhaft beschrieben, sondern eher das davor und danach). Aber was passiert denn bitte auf den restlichen Seiten, denn das Buch hat immerhin noch 410 Seiten mehr.
Am Anfang des zweiten Teils war ich mir nicht sicher, wie ich diesen mit dem ersten Teil verbinden sollte. Das wird allerdings relativ schnell aufgeklärt. Es sind 12 Jahre seit dem ersten Teil vergangen und aus dem VErgewaltigungsopfer Chloe ist Staatsanwältin C.J. geworden. An diesem Punkt wird die Sache spannend. Es tauchen immer mehr Mordopfer auf. Alle auf die gleiche Weise hingerichtet. Ein Serientäter geht um und wird von einer Verkehrskontrolle geschnappt. Ab hier beginnt C.J.s größter Fall in dem sie nicht nur gegen den Mörder, sondern auch gegen ihre schlimmsten Albträume kämpfen muss. Denn im Angeklagten erkennt sie den Vergewaltiger von vor 12 Jahren. Hilfe findet sie in Dominic Falconetti, dem Agent, der die Ermittlungen führt und ihrem Psychiater, dem sie alles anvertraut, im Gegensatz zu Dom, den sie mehr als einmal völlig ratlos stehen lässt.
Der Fall selbst steht scheinbar vorerst unter keinem guten Stern, doch als die Ermittler die Trophäen des Mörders finden, wird der Mörder verurteilt und C.J. kann befreit aufatmen. Denkt sie, denn das Ende ist wirklich anders als man denkt.

Ich muss ehrlich sagen, das Buch ist spannend. Man kann mit C.J. mitleiden, wird hin und her gerissen und kann das Buch gegen Ende schon fast nicht mehr aus der Hand legen. So ging es mir jedenfalls. An einigen Stellen werden die Verbrechen sehr plastisch dargestellt und es läuft einem schon ein Schauder über den Rücken, wenn man liest, wie die armen Frauen sterben mussten. Klasse geschrieben und das unerwartete Ende gibt dem ganzen noch einen richtigen Kick. Man rechnet zwar damit, weil sonst wäre die Handlung ein wenig zu offensichtlich, aber so wie das Ende gestaltet ist rechnet keiner damit. Ich kanns wirklich empfehlen, auch wenns für zarte Nerven nicht unbedingt geeignet ist.

Freitag, 10. Februar 2012

Sommerhaus mit Swimmingpool

Nein, ich fahre leider nicht in den Urlaub *seufz* Ein Ferienhaus mit Swimmingpool, liegt wohl auch außerhalb meines Budgets.
Also ist es der Titel eines Buches, welches ich über Blogg dein Buch als Rezenssionsexemplar bekommen habe. Es ist aus dem Kiepenheuer & Witsch Verlag (kurz KiWi ^^) und kann hier bestellt werden.

Da mein Freund auch Medizin studiert, finde ich Bücher mit Ärzten irgendwie witzig, die meisten spielen allerdings in der Vergangenheit (ich denke da an den "Medicus" oder den "Wanderchirurgen" <- beides auch sehr gute Bücher), deshalb war ich neugierig was da auf mich zukommt. Zuerst einmal ein Hardcover, was ich nicht erwartet hätte, aber nicht stört. Durch den Umschlag und den Hardcover sehen Bücher sowieso länger schön aus.

Der Inhalt (Klappentext)

Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam. Als einer seiner Patienten, der berühmte Schauspieler Ralph Meier, stirbt, muss er sich wegen eines möglichen Kunstfehlers verantworten. Doch war es wirklich ein Kunstfehler? Oder hat das alles mit den Geschehnissen im Ferienhaus zu tun, in dem beide Familien den letzten Sommer verbrachten?



So weit so schön. Hausärzte sind hierzulande die ärmsten Ärzte die es gibt (Aussage meines Freundes, die kann von anderen Meinungen abweichen). Nicht im monetären Sinne, aber sonst so.
Marc Schlosser nimmt sich immer 20 Minuten Zeit für seine Patienten und normale Patienten hat er keine, nur Stars und Künstler. Sie lieben es, wenn er zuhört und nur die wichtigesten Fragen stellt. (so muss das scheinbar in den Niederlanden sein, hier hat der Hausarzt nur 15 Minuten pro Patient, und irgendwie haben die das alle bei mir noch nie eingehalten, ich bin immer schneller wieder draußen). Durch seinen Beruf lernt er Ralph Meier und seine Frau Judith kennen. Die beiden Familien freunden sich an - nein das wäre übertrieben, eher die Töchter der Schlossers freunden sich mit den Söhnen der Meiers an. Trotzdem lädt Ralph seinen Hausarzt und dessen Familie ein, die Sommerferien mit ihnen zu verbringen. Caroline, MArcs Frau will das zwar nicht, aber letztenendes landen sie doch bei den Meiers im Sommerhaus mit Swimmingpool. Als Marc dann seine Tochter vergewaltigt nach einer großen Feier am Strand findet, geht alles schnell - die Schlossers reisen ab und in Marc brodelt es. Das verbirgt er jedes Mal wenn er Ralph behandelt. Fehler unterlaufen ihm nicht, und wenn dann gewollt. Als Ralph schließlich stirbt und Marc vor die Ärztekammer zitiert wird, geht die Familie nach Amerika.

Meine Meinung:

Holländischer Arzt müsste man sein. Nein wirklich, er kann sich Reisen in die USA usw. leisten und kennt viele Menschen. Okay, das macht jeder Arzt, aber Marc ist da sehr speziell.
Das Buch um ihn und seine Familie ist spannend geschrieben. Obwohl es fast mit dem Ende beginnt, was mich anfangs etwas verwirrt hat, wird der Handlungsstrang bald klarer und man erkennt den Sinn hinter der Sache. Es sind Marcs Erinnerungen, wie es zu dem Fall Meier kam. So nach dem Motto: Wo hätte ich anders entscheiden, einen anderen Weg wählen sollen. Aber geschehen ist geschehen.
Der Autor umschreibt gerade das kritische Thema "Vergewaltigung einer Minderjährigen" sehr gekonnt. Ganz am Anfang, als Marc seine Tochter findet (an Felsen liegend) hatte ich eher daran gedacht, dass sie abgestürzt ist. Als es dann deutlich wurde, was passiert ist, war jeder verdächtig, nur nicht der Täter selbst und das finde ich eine Kunst für sich und wirklich genial an diesem Buch. Die Umschreibungen und falschen Fährten und die Intrigen. Ich kann mich nicht der "Vrij Nederland" anschließen, die meinte, dass das Buch ein Thriller ist und Hitchcock-Filme mit Sitcom vereint (nein das wirklich nicht, viel komisches konnte ich nicht entdecken und Hitchcock Filme gehen mehr unter die Haut) Trotzdem konnte und wollte ich das Buch ab einem bestimmten Punkt nicht mehr aus der Hand legen, es hat mich gefesselt und das macht ein gutes Buch aus.

Ich kann das Buch "Sommerhaus mit Swimmingpool" nur weiter empfehlen. Es liest sich gut, man kann sich in die Akteure wunderbar hinein versetzen und ich hab mich gefreut mal ein Buch mit einem Arzt in der jetzigen Zeit lesen zu können!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Lügengladiator ein Leben lang

Wer kennt ihn nicht, den blauen Bären aus der Sendung mit der Maus. Natürlich ich rede von Käpt’n Blaubär. Aber ihn gibt’s nicht nur im Fernsehen. Walter Moers hat ihm ein ganzes Buch gewidmet.
Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär umfasst wirklich die ersten 13 ½ Leben des blauen Bären fast von seiner Geburt an. An die kann er sich natürlich nicht erinnern, sondern nur, dass er als ganz kleines Baby in einer Nussschale von Zwergpiraten gerettet wurde. Sein Weg führte danach über die Klabauterinsel zu den Tratschwellen, wie es sich für einen richtigen Seebären gehört. Aber nicht nur auf See lernte er etwas, sondern auch in der Nachtschule und später bei den Rettungssauriern. Letztendlich führte ihn sein Weg durch die Süße Wüste durch einen Tornado nach Atlantis. Und dort wurde er, was jeder erwartet hätte, der ihn kennt (nur er selber nicht): Er wurde ein Lügengladiator. Und zwar ein sehr erfolgreicher. So erfolgreich, dass er deswegen letzten Endes aus der Stadt gejagt wurde und auf einem riesigen Schiff landete – der Moloch. Hier begann sein Leben, aber es endete nicht. In seinem 13. Leben überlebte er den Absturz der Moloch durch ein Dimensionsloch und lebte seither mit anderen Buntbären im Großen Wald.

Was? Das ist so schon alles gelogen? Stimmt nicht, steht alles in dem Buch. Es ist wirklich spannend geschrieben und lustig bebildert.. Keine der knapp 700 Seiten ist langweilig. Es liest sich schnell und abwechslungsreich (auch wenn ich echt ewig dafür gebraucht habe, aber das war eher ein Zeitproblem). Es hat wirklich Spaß gemacht es zu lesen, denn es war mal etwas anderes. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass die ganzen Geschichten des Kapitän Blaubär aus seiner Zeit als Lügengladiator stammen, da ihm damals schon das Publikum seine Lebensgeschichte (ja ich gebe zu, die ist sehr außergewöhnlich) nicht glauben wollte und auf seine alten Tage denkt er vielleicht alles was er je erzählt hat ist wahr ^^ Wirklich ein richtig spannendes und lustiges Buch, das einen ständig neu überrascht. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Märchen einmal anders

Ich liebe Märchen, hab sie als Kind gern vorgelesen bekommen, hab ungefähr 10 Märchenbücher zu Hause. Die Oma hat mich russischen Märchen näher gebracht, meine Eltern und die anderen Großeltern allen anderen europäischen Märchen. Auch chinesische und japanische hab ich zu Hause. Und ehrlich? Wenn ich nicht einschlafen kann, erzähle ich mir gern selbst Märchen – nicht laut, sondern nur im Kopf, aber das entspannt mich. Mein liebstes Märchen ist Hänsel und Gretel. Allerdings hab ich jetzt eine Version gefunden, die ganz und gar nicht ruhig ist, sondern ziemlich aufregend.

In einer „Sehr dunklen und GRIMMigen Geschichte“ erzählt Adam Gidwitz das Märchen von Hänsel und Gretel neu und ziemlich blutig. Aus diesem Grund hakt er sich als Erzähler auch auf den ersten Seiten häufig in das Geschehen ein und fragt nach ob noch Kinder im Zimmer sind – vor allem vor etwas brutaleren Stellen. Denn Hänsel und Gretel werden nicht nur in den Ofen geschoben, sondern auch geköpft, in Monster verwandelt und verlieren Körperteile, bis dann am Ende wie in jedem guten Märchen wieder alles gut wird. Auf ihrem Weg durch die Welt (denn Hänsel und Gretel sind gar nicht die Kinder eines Holzfällers, sondern Königskinder) müssen sie also viele Gefahren bestehen, bevor alles gut wird. Die Hexe kommt selbstverständlich mit vor, aber auch das Märchen der sieben Schwaben (ach nein Schwalben ^^) und der Teufel mit den drei goldenen Haaren haben ihren Teil in der Geschichte. Und was darf bei einem Märchen auch nicht fehlen? Klar, ein Drache. Wie der kommt bei Hänsel und Gretel nicht vor? Ab jetzt schon. Hänsel und Gretel seh ich seither mit anderen Augen.
Schade war nur, dass die 246 Seiten so schnell ausgelesen waren. Gut, davon waren einige durch gestalterische Mittel auch nicht voll beschrieben, aber das Lesen ging wirklich ratz fatz und spannend war es auch. Durch die Einschübe des Autoren wird die Geschichte außerdem noch aufgelockert.

Die Geschichte von Hänsel und Gretel ist etwas lockeres für Zwischendurch und auch Märchenliebhabern zu empfehlen. Ich mochte das Buch auf jeden Fall. Auch zum Vorlesen eignet es sich gut, allerdings sollten wirklich keine jüngeren Kinder im Zimmer sein. Das in den Ofen schieben der Hexe hab ich als Kind gut verarbeiten können, aber ich weiß nicht, wie es mit abgeschlagenen Köpfen aussieht. Daher erst für ältere Kinder und jung gebliebene Erwachsene zu empfehlen.