Sonntag, 28. Oktober 2012

Die Stadt der träumenden Bücher


Weiter geht es bei meinen Büchern mit der Zamonien-Reihe von Walter Moers. So ein bisschen wollte ich an das Buch gar nicht heran, weil es sich wieder um eine Übersetzung von Hildegunst von Mythenmetz handelt und mir dieses eingeschobene Gequatsche bei „Ensel und Grete“ nicht wirklich zugesagt hat. Aber das Buch hat von Lesern gute Kritiken bekommen, also habe ich mich überreden lassen.




Klappentext:
Bücher können alles – sogar töten!


Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher… Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben und sogar töten können.


Inhalt und meine Meinung:

Ich gebe zu, ich bin sehr kritisch an das Buch herangegangen, eben wegen Ensel und Krete. Den Einstieg ins Buch selbst fand ich auch ziemlich schwierig, aber das hat sich zum Glück nach zwei Kapiteln gegeben. Dann gings mit dem Lesefluss schnell vorwärts. An vielen Stellen hatte man dann auch nicht mehr das Gefühl, das Moers nur Hildegunst von Mythenmetz übersetzt, sondern dass es ein spannender Roman ist. Nur an wenigen Stellen, wenn Mythenmetz den Leser persönlich anspricht merkt man das noch.
Der Roman selbst ist in zwei Teile eingeteilt – in Oben- und Untenwelt. Überall lauern Gefahren und wer erst aussah wie ein Freund, wird zum Feind und andersherum. Es kommen immer wieder unerwartete Wendungen zum Vorschein und alles beschreibt eigentlich nur, wie Hildegunst richtig zum Schreiben kam, denn im gesamten Werk ist er noch ein Jungdichter, der noch nichts veröffentlicht hat. Er findet aber Freunde, die an ihn glauben und ihm weiter helfen.
Spannend ist wirklich, was es in Zamonien für verschiedene Literatur gibt. Ab und an ist es ein wenig anstrengend, die ganzen Titel und dazugehörigen Autoren aufgelistet zu haben, aber spätestens bei gefährlichen und lebenden Büchern ist man wieder ganz Ohr und liest mit Spannung.

Das Buch hat meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen, auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch der Zamonien-Reihe wird. Aber ich kann es empfehlen auch als eigenständiges Werk, wenn man die vorherigen nicht gelesen hat.

1 Kommentar:

  1. Das Buch war grandios. Soviel Fantasie aus der Hand eines Menschen. Ich mag mich beim Lesen nicht gruseln. Und trotzdem las ich das Buch komplett - und merkte erst nach dem Lesen, wie brutal und gruselig die Szenen zum Teil sind...

    Liebe Grüße,
    Pauline

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