Dienstag, 10. April 2012

Ein Cornwall Krimi

Ostern hatte ich endlich mal wieder Zeit zum Lesen und da fiel mir gleich das Buch „Die Tote von Higher Barton“ von Rebecca Michéle in die Hand gefallen. Das Buch habe ich durch Blogg dein Buch bekommen. Cornwall Krimis sollen ja gut sein, aber bisher hatte ich noch keinen in der Hand. Aber jetzt mit Zeit und Leselust konnte es losgehen.



Klappentext:
Mabel Clarence ist sich sicher: Noch vor ein paar Minuten lag in der Bibliothek des Herrenhauses eine tote kostümierte Frau – erdrosselt mit einem Strick. Doch nun ist sie verschwunden, ohne jede Spur. Und wo keine Leiche, da keine Ermittlungen.

Glauben schenkt der älteren Besucherin aus London nur ein kauziger Tierarzt. Also stellt Mabel in bester Miss Marple-Manier eigene Nachforschungen an und versinkt immer tiefer im undurchsichtigen Sumpf der Vergangenheit – bis sie selbst in die Schusslinie des Mörders gerät…



Das klingt schon mal spannend und ist es auch. Bei vielen Büchern habe ich erst mal Probleme mich in die Handlung einzufinden, aber hier ging das wirklich schnell. Mabel ist eine ältere Frau, ehemalige Krankenschwester und will eigentlich zur Geburtstagsfeier ihrer Cousine nach Higher Barton in Cornwall. Mit ihrer Cousine hatte sie ewig keinen Kontakt mehr, denn früher hatte Abigail (die Cousine) ihr den Mann ausgespannt. Seitdem lebte Mable in London nur für ihren Beruf. Aber als die Einladung kam, sprang sie über ihren Schatten. Allerdings kommt Mable nicht an, denn ihr geht der Sprit aus. Als sie dann am nächsten morgen früh auf Higher Barton ankommt, findet sie die Leiche, die dann allerdings spurlos verschwindet. Die Polizei und ihre Cousine glauben ihr nicht, deshalb handelt sie auf eigene Faust weiter. Der Weg führt sie in die Theatergruppe des Ortes und nur der Tierarzt im Ort glaubt ihr und unterstützt sie. Doch je näher sie dem Täter kommt, desto gefährlicher wird es für sie und ist ihre Cousine auch nicht ganz so unschuldig wie sie tut? Oder ist es doch der Gärtner, ach nein, der Chauffeur?



Das Buch ist spannend von der ersten Seite bis ganz zum Schluss. Mable ist sympathisch und erinnert wirklich ein wenig an Miss Marple, ohne diese jedoch zu kopieren. Es ist schon traurig, dass ihr im Buch keiner Glauben schenken will, auf der anderen Seite aber auch verständlich, wenn es keine Leiche gibt. Aber ihre Verbissenheit es allen zu zeigen, dass sie keine senile alte Frau ist, ist klasse beschrieben. Auch wenn es hauptsächlich um Mable geht, kommen doch auch viele andere Handlungsstränge zusammen, die sich dann ganz am Ende zu einem einheitlichen Bild zusammenfügen. Und Ende heißt wirklich Ende, also auf den letzten 20 Seiten. Hier kann ich auf jeden Fall das Prädikat „Spannend bis zum Schluss geben“. Ich kann das Buch nicht nur Krimi-Fans empfehlen, sondern allen, die es gern kurzweilig mögen und doch auf einen gewissen Tiefgang nicht verzichten möchten. Einen Daumen hoch ^^

Kaufen könnt ihr das Buch übrigens hier.



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