Sonntag, 30. Januar 2011

Master schwarz auf weiß

Endlich!
Nach 5 Jahren Studium, 2 Abschlussarbeiten, 2 neuen Fremdsprachen, 3 Profilbereichen, vielen - wirklich vielen - Semesterarbeiten, Referaten und Essays, noch mehr verlorengegangenen Nerven, weil keiner mit der Umstellung zum Bachelor und Master was anfangen konnte, nach dem Gefühl ständig das Versuchskaninchen zu sein und nach 4monatiger Wartephase habe ich es am Freitag Abend (doch um fast 21 Uhr abends) endlich in den Händen gehalten - mein Masterzeugnis und die passende Urkunde dazu. Endlich!!!!

Der Weg dahin war echt manchmal haarig. In meinem ersten Semester wusste noch keiner so richtig, was er von den neuen Bacheloors halten sollte - und diesen Abschluss strebte ich ja gezwungener Maßen an. Durch Zufall hab ich alles richtig gemacht (denn die Studienordnung hab ich erst im dritten Semester so richtig verstanden). Nebenbei auch noch gewzungen Latein zu lernen *gähn* und mit Soziologie den wohl langweiligsten Profilbereich ausgesucht. Aber ich hab mich durch alles gekämpft, viele neue Freunde gewonnen und viel von der Antike bis heute gelernt.

Dann, nach meiner ersten Abschlussarbeit und einer nicht allzu schönen Auseinandersetzung mit einem meiner bis dato Lieblingsprofessoren (ich hätte ja gar kein Interesse mehr an meinem Studium usw. blabla) hatte ich meinen Bachelor. Von den anfänglich 82 Geschichtsstudenten in meinem Jahrgang kamen 16 in den Master mit. Die meisten meiner Freunde waren nicht dabei. Aber die anderen kannte man ja auch.
Aber der Master war besser - kaum noch Stunden. Und trotzdem kaum Zeit - nach dem ersten Semester hatten wir alle kaum noch Elan. Und dann auch noch den schwersten Profilbereich, den man sich vorstellen kann - Kommunikationswissenschaften (und ich hab gedacht, die Klausuren in Soziologie waren schwer). Dafür hatte ich aber immerhin mein Unicert in Chinesisch in der Tasche. Was fehlte? Das Latinum *gähn* noch ein Semester Latein. also schön weiter ans Ende geschoben - und auch auf Anhieb bestanden. Hah!

Und am Freitag war dann alles vorbei. Die Plagen haben sich gelohnt - ich kann stolz von mir behaupten, dass ich einer von lediglich 3!!!!!!!!!!!!!!
Mastern der ersten Generation bin, die an der TU den Abschluss gemacht haben. Mehr sind nicht übrig geblieben.

Was ist geblieben? Stolze (wirklich stolze) Eltern, 2 Hochschulabschlüsse (beide mit 2,0), 2 neue Fremdsprachen (Chinesisch freiwillig, Latein gezwungener Maßen), viele Bekanntschaften und neue Freunde und für mein Ego das tolle Gefühl in keiner einzigen Prüfung durchgefallen zu sein. (ach so und bei dem Prof der meinte ich wäre faul und würde mich nicht für mein Studium interessieren, hab ich dann noch ne Vorlesung besucht und die Klausur mit 1 abgeschlossen ^^). Also alles in allem 5 wunderschöne Jahre, die ich doch ein bisschen vermisse.

Kommentare:

  1. meinen herzlichsten glückwunsch!!

    hach, da werd ich auch gleich wieder wehmütig... was haben wir geflucht, damals. und doch war es die schönste zeit, die wir je hatten...

    was ist denn das jetzt für ein master?

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  2. Ohja, es wird viel verlangt und nur die Elite kommt durch. Du kannst echt stolz auf Dich sein!

    Viel Erfolg bei der Arbeit
    Heike Hamsterbacken

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  3. Herzlichen Glückwunsch,
    eine tolle Leistung, auf die Du wirklich stolz sein kannst!

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