Dienstag, 9. Juli 2013

Demetrias Rache - bei Dotbooks

Ich lese gerne mit meinem E-Book-Reader. Über Blogg dein Buch hatte ich das Glück von dotbooks wieder einen Krimi lesen zu können. Aber nicht einer, der in der heutigen Zeit spielt, sondern in die Zeit von Karl dem Großen fällt. Was dann doch interessant ist. Das Buch heißt: Demetrias Rache (Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Erster Roman) von Robert Gordian. (Bestellt werden kann übrigens HIER)



Inhalt:
„Die Übeltäter und Rechtsbeuger kümmern sich nicht um das Jüngste Gericht. Deshalb müssen sie ihre Strafe auf Erden erhalten!“ König Karl ließ einen langen Blick über die Versammelten wandern. „Wir müssen handeln, meine Herren!“

Das Frankenreich, Ende des 8. Jahrhunderts. Im Auftrag Karls des Großen bereisen zwei Männer das Land, die unterschiedlicher nicht sein können: Der Adlige Odo ist tapfer bis zur Tollkühnheit und stets bereit, sich von den Reizen der Damenwelt den Kopf verdrehen zu lassen; Lupus hingegen ist ein Mönch und hochgebildeter Rechtsgelehrter, auch wenn er nie etwas gegen einen weiteren Krug Bier einzuwenden hat. Ihre Mission: Für Recht und Ordnung sorgen. So auch, als der Dichter Siegram angeklagt wird, eine junge Edeldame ermordet zu haben. Alle Indizien sprechen gegen ihn – bis zu dem Moment, als ein unerwarteter Zeuge hoch zu Ross in die Gerichtsverhandlung sprengt …

Meine Meinung:
Der Text sagt wie immer fast alles, aber eigentlich nicht den eigentlichen Auftrag der beiden "Detektive" (so ein neumodisches Wort gab es zu Zeiten Karls noch nicht). Der eigentliche Auftrag lautet: Bekehrt die wilden Sachsen. Das ist natürlich schön, wenn man aus Sachsen kommt und erst mal als Barbaren hingestellt wird. Kann man nichts dran ändern, so waren die Zeiten und der nächste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war übrigens ein Sachse kaum 150 Jahre später, also scheint die Mission damals erfolgreich gewesen zu sein.
Auf Ihrer Reise ins Sachsenland (die Odo eigentlich nicht antreten wollte) sollen sie aber Recht sprechen und so kommen Sie an einen Hof, an dem sich in kurzer Zeit zwei Morde ereignen. Der Zentgraf und seine Tochter werden ermordet. Beim Vater sieht alles nach einem Überfall durch Gesindel aus, bei der Tochter muss es der Sänger gewesen sein, denn er hat ja auch das Schmuckstück bei sich, welches sie noch am letzten Abend getragen hat. Doch mit viel Knobelarbeit und Tricks kommen Odo und Lupus dem eigentlichen Mörder auf die Spur zu kommen. Und es ist mal wieder nicht der, den man gleich verdächtigt, oder doch?

Die Charaktere der beiden könnten unterschiedlicher gar nicht sein, aber so ist es doch meistens bei den Detektiven. So können viel mehr Kleinigkeiten ermittelt werden, da dem einen etwas auffällt, was dem anderen entgangen wäre. Aber es sind eben auch die Klischees - der eine ein Draufgänger, der andere der Überlegte. Aber sie harmonieren und man muss beide mögen.
Die verwendete Sprache ist für den historischen Zeitraum angemessen und die wichtigsten Begriffe werden auch hinten im Buch erklärt. Die Handlung an sich ist auch schlüssig, wenn auch an manchen Stellen ein wenig langatmig, aber damals hatte man eben noch Zeit. Dafür ist alles so wunderbar beschrieben, dass ich mir manchmal doch gern die Nase zugehalten hätte. Ich hätte eindeutig nicht in dieser Zeit leben wollen.
Auch der Titel passt letztendlich gut, auch wenn man lange braucht bis man ihn versteht, was jetzt allerdings nicht schlecht ist.

Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen (auch wenn ich es mit knapp 160 Seiten doch ein wenig kurz fand). Es liest sich flüssig, ist spannend und auch einfach mal etwas anderes. Ein Krimi aus dem frühen Mittelalter eben.

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