Donnerstag, 8. Dezember 2011

Liebe ist nicht immer rosarot

Das weiß wohl jedern, aber Bücher darüber gibt es kaum. Aber hier kommt eine große Ausnahme.
Über Blogg dein Buch habe ich vom Unsichtbar Verlag das Buch „Begraben und Gänseblümchen“ von Mirjam Dreer als Rezensionsexemplar bekommen, das sich genau um das Thema dreht.

Klappentext:
Schöngeredet wurde die Liebe schon oft genug. Doch damit ist jetzt Schluss. In ihrem zweiten Roman räumt Mirjam Dreer mit allem auf, was an Rosa-Plüsch-Zuckerwatte erinnert. Egal, ob man mit jemandem schläft, der es sowieso niemals ernst mit einem meinen wird, ob Herzen - im wahrsten Sinne des Wortes - brechen oder ob man erst erkennt, wie wichtig jemand ist, wenn er nicht mehr da ist, hier darf nach Herzenslust gelitten werden. Denn manchmal ist love eben doch nicht alles what we need, sondern alles, what we begraben können, wenns sein muss auch unter Gänseblümchen.


Meine Einschätzung:
Das Buch besteht aus 15 Kurzgeschichten, die wie das Album einer Herzschmerzgruppe als Tracks bezeichnet werden und die sich eigentlich alle um dasselbe Thema drehen: Liebe die nicht erwidert wird und Sex. Die Geschichten unterscheiden sich in der Länge, haben aber immer die Erzählperspektive des Ich-Erzählers. Die meisten Geschichten werden aus Frauensicht erzählt, so dass es einfach war sich in einige richtig gut hineinzuversetzen, weil man ähnliche Situationen bereits erlebt hat. Die Autorin beschreibt aber auch Geschichten aus Männersicht, die dann zum Beispiel in einer Vergewaltigung enden, was ich persönlich nicht so gut finde – gerade diese Geschichte passt nicht sonderlich in den Fluss der anderen Geschichten. In allen geht es um Einzelschicksale. Aber in dieser Geschichte denkt der Ich-Erzähler „Ach jetzt hab ich ein Leben zerstört“, schnappt sich das Buch, was sein Opfer noch kurz zuvor gelesen hat und geht seiner Wege. Ja so ist es vielleicht, aber das will ich nicht lesen. Anfangs habe ich noch gedacht, endlich mal was anderes, aber mit dem Lesen habe ich festgestellt - solche Leben führe ich nicht, und keiner den ich kenne. Ich trinke auf Partys nie soviel, dass ich einen Filmriss habe, habe nie Drogen genommen usw. Viele Geschichten sind ziemlich hart auch in ihrer Wortwahl und ich habe gemerkt - es ist toll, dass sich mal jemand damit beschäftigt und wer gerade auch einen Hass auf alle hat, der kann das gerne lesen. Mich zieht es aber eher runter und schreckt ab, was manche Menschen für ein Leben führen (ich will das nicht verallgemeinern, manche Storys sind auch richtig schön), aber ich will dann doch lieber wieder die Rosa-Plüsch-Zuckerwatte Geschichten mit einem Happy End und fast heiler Welt, mit Figuren die meine Probleme habe. Schlechte Nachrichten gibts auf der Welt genug und in meinem Umfeld manchmal auch, da brauche ich so ein Buch nicht.
Trotzdem gibts noch 3 Sterne, weil die Idee gut ist - eben mal was anderes, und zwei Geschichten (Fabo und Floyd) doch sehr herzlastig sind aber der Rest ist wirklich nichts für mich.

Hier könnt ihr das Buch übrigens bestellen.

Kommentare:

  1. Mhh, nee, das wäre wohl auch nichts für mich. Aber bei Blogg dein Buch habe ich mich jetzt auch schon registriert. Bin mal gespannt.

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  2. nö, das ist ja frustierend, das möchte ich auch nicht. Bin da auch eher der "Heilewelttyp";-) Viele liebe Grüße Harriet

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