Freitag, 16. Januar 2015

Neues von Meister des Horrors - Mr. Mercedes

Wisst ihr, was der Vorteil von viel Zeit ist? Man kann ein wenig mehr lesen als sonst. Das zweite Buch dieses Jahr, das ich zu Weihnachten bekommen habe, war der neue Roamn von Stephen King: "Mr. Mercedes".
King hat es irgendwie mit Auots - ich erinnere mich an den Buick oder an Christine. Nun also mal gute deutsche Wertarbeit ^^




Klappentext:
"Jede Ära hat ihre eigenen Ängste - King spielt virtuos damit." - New York Times

Ja, ihr hab richtig gelesen - mehr steht da nicht. Wirklich nicht. Nur dieser Satz und ein gezeichnetere Eiswagen. Das wars. Und da soll man nicht neugierig werden. Also ab und das Buch lesen.

Inhalt und Meine Meinung:
Also ein Krimi von Stephen King. Hatten wir schon mal. Damals war es Joyland. Dieses Mal also Mr. Mercedes.
Das Cover lässt ja erst mal nicht auf das Auto schließen, dennoch hat der blaue Regenschirm etwas mit dem Buch zu tun. Ich finde es ansprechend gestaltet und das viele Blut lässt auf Spannung schließen.
Direkt im ersten Kapitel sterben Menschen. Das ist in Krimis jetzt nicht ungewöhnlich, allerdings dreht es sich danach nicht um die Ermittlungen, sondern um das Leben des Ex-Cops Hodges, der es damals nicht geschafft hat, den Mercedes Killer zu schnappen. Er hat mit seinem Leben schon weitestgehend abgeschlossen, als ihn ein Brief aus der Lethargie reißt und dem Leben einen neuen Sinn gibt. Denn Mr.Mercedes (wie der Mörder von den Medien genannt wurde) hat noch einiges vor.
Dennoch läuft alles anders als Mr.Mercedes denkt und einige Handlungsstränge enden anders als erwartet.
Mehr möchte ich zum Inhalt schon gar nicht sagen, sonst verrate ich zu viel und es soll ja spannend bleiben. 
Meine Meinung zum Buch ist allerdings zwiegespalten. Erst einmal musste ich mich daran gewöhnen, dass King, anders als in vielen anderen Büchern, im Präsens schreibt (vorher nur in "Das schwarze Haus" und ein paar Kurzgeschichten). Das ändert den Blickwinkel auf die Geschichte und versetzt einen als Leser auch ins Hier und Jetzt - in eine Zeit, in der jeden Tag ein Attentat geschehen kann und damit spielt King auf grausige Weise. An den Stil gewöhnt man sich allerdings schnell und dann liest sich das Buch sehr flüssig. Es kommt außerdem mit wenigen Figuren aus. Für mich sehr angenehm, man muss sich nicht viele Namen merken und nicht überlegen, wann dieser schon mal vorgekommen ist. Im Mittelpunkt steht Bill Hodges und Mr. Mercedes. Um sie scharen sich auf der einen Seite ein alter Kollege, Jerome, Holly und Janey - auf der anderen Seite seine Mutter und zwei Arbeitskollegen.  Nach und nach kommt Hodges seinem nicht aufgeklärten Fall immer näher - und hier kommt der blaue Regenschirm ins Bild. Denn über das Chatportal "Under Debbies Blue Umbrella" tritt  Mr.Mercedes mit Hodges in Kontakt. Allerdings anders als der Killer sich gedacht hat. Am Ende steht der nächste teuflische Plan - und ob das alles gut geht?
Hier geht King auf die Ängste der Menschen ein - der nette Typ von nebenan - unauffällig - plant nach seinem ersten Anschlag noch einen weiteren, weitaus schlimmeren. Und genau wie im richtigen Leben merkt es aus seinem Umfeld keiner - es könnte also wirklich Realität werden. Spannung bietet dieser Roman also bis zum Schluss und einige Wendungen, mit denen man als Leser nicht gerechnet hat.
Allerdings sind auch einige Szenen dabei, die nichts für schwache Nerven sind und die ich auch gern weggelassen hätte, teilweise wirklich eklig die genauen Beschreibungen.
Auf der anderen Seite taucht er in technische Tiefen ein und zeigt auf, was eigentlich alles möglich ist. Und wer genau liest, findet sogar einige Anspielungen auf seine eigenen Romane ^^

Fazit:
Es ist nicht Kings bestes Buch. Schuster bleib bei deinen Leisten muss man doch sagen. Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage und spannend ist es auch. Es ist aber nicht sein Metier, was man an einigen Stellen auch merkt. Da wird er makaber und driftet ein wenig ins Horror bzw. in den Thriller ab.
Ansonsten ist das Buch gut zu lesen, die Figuren super und die Handlung am Anfang nicht absehbar, wodurch ich das Buch dann doch nicht gern aus der Hand gelegt habe. Für schwache Nerven ist es aber teilweise nichts, da kann einem schon schlecht werden. 
Für Fans also absolut geeignet, auch für Menschen die es heftiger mögen. Auch wenn es anders ist, bin ich froh es gelesen zu haben - es ist doch mal was anderes, als andere Krimis, wenn auch gewöhnungsbedürftig, aber gut. Ich würde sagen, es hat Verfilmungspotential ^^




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