Mittwoch, 4. Juli 2012

Schwert und Revolver

Nein, dieses Mal war ich auf keiner Mittelalterveranstaltung, sondern habe über Blogg dein Buch wieder ein Buch bekommen. Dieses Mal hatte es mir ein Buch aus dem EPIDU-Verlag angetan. Das tolle an diesem Verlag: Über die Homepage werden in regelmäßigen Abständen neue Kandidaten und ihre schriftstellerischen Meisterwerke vorgestellt und die Leser im Netz können entscheiden, welches dieser Bücher auch wirklich in den Druck kommt. Eine Klasse Idee. Diese Phase hat David Micheal Rohlmann mit seinem Buch "Schwert & Revolver" schon durchgemacht und jetzt liegt ein Exemplar neben mir, bereits gelesen. ^^ (eures könnt ihr hier bestellen)

Klappentext:
»Mit Argusaugen überwachte er den Eingang, das schwarze Loch ins Innere der Finsternis ...«

Schmerzen. Das ist das Erste, was er wahrnimmt. Als er die Augen schließlich offen halten kann, ist nichts so, wie es sein sollte. Wie ist er hierher gelangt? Der alte Mann, der vorgibt, der König zu sein, ist ihm genauso fremd wie die Welt um ihn herum. Er trifft auf gewaltige Reptilien, unheimliche Vogelreiter, waschechte Cowboys und beleidigte Roboter. Hier rüsten sich die Geschöpfe der Nacht für den ständigen Kampf mit den Menschen. Er muss sich für eine Seite entscheiden ...

Doch der unbekannte Junge, den sie Garis nennen, will mehr. Auf seiner Suche nach Antworten, muss er sich bewaffnetem Putzpersonal stellen und eine Magierin vor dem Tod bewahren.
Ein Ausflug von ungeahnter Dimension nimmt seinen Lauf.


Inhalt und meine Meinung

Der Klappentext beschreibt schon relativ gut, was im Roman passiert, allerdings eher im ersten Teil.
Am Anfang hat Garis noch keinen Namen, er hat sein Gedächtnis verloren und wird von einem Jungen namens Nean zum König gebracht, der allerdings ziemlich gaga ist, wenn man es so schreiben darf. Auch die Welt um ihn herum ist für ihn unbekannt, genauso wie die Regeln und die Echsen, die die Stadt Nesk, in welcher er sich befindet in der Nacht angreifen. Wenig später bekommt er selbst eine solche Echse und wird der Stadt verwiesen. Doch um Antworten auf seine Herkunft zu bekommen lässt er diese zurück und begibt sich zu den "Fernen Feuern" und landet schließlich in einem Raumschiff. Die Besatzung selbst nimmt ihn ganz locker auf und spannt ihn gleich in die neuesten Missionen mit ein. Sie befreien eine Magierin und auf dem Weg zu ihrem nächsten Einsatz machen Sie auf einem Planeten halt, auf dem Schwerter wachsen. Hier bekommt Garis seine Waffe.
Verwundert ist er dann wirklich, als sie letztendlich auf dem Planeten landen, auf welchem er ohne sein Gedächtnis aufgewacht ist. Doch nun muss er mit Hilfe der anderen gegen eine riesige Roboterarmee kämpfen um am Ende wieder zu sich selbst zu finden.


Am Anfang (ja, das hatte ich schon ^^) ist es ziemlich schwer ins Buch hineinzufinden. Man kommt sich wie Garis vor. Alles ist neu und fremd und komisch, so als ob man wie wirklich Garis wäre und das Gedächtnis verloren hat. Auch die Situationen in die er gerät, so die Jagd der Echsen, sind komisch und wollten für mich nicht wirklich passen, bzw. erst viel später im Buch. Wie Garis bekommt man als Leser auch nur langsam wichtige Informationen. So richtig im Fluss war es für mich allerdings erst, als Garis in das Raumschiff gestolpert war. Die Mannschaft hatt sehr viel mehr Charakter als die Bevölkerung Dakeons zusammen, aber hier war das Buch richtig spannend.
Lustig fand ich persönlich auch die kleinen Anspielungen auf verschiedene Filme und Serien, bei denen man sich gedacht hat: aha, irgendwie muss das Zeugs von der Erde also doch in andere Galaxien gelangen. Schmunzeln musste ich da zum Beispiel beim "geblitzdingst werden" (MIB), den Beginn des Chorus des Titelliedes von DBZ den Garis singt, als sich seine Haare blond färben (die Saiyajins lassen grüßen), bei dem sehr schweren Wort "Superkalifragilistischexpialigetisch" (die liebe Mary Poppins) und dann gibt es da noch den Bösen, dessen Namen man lieber nicht sagt, sonst schlägt irgendwo in der Nähe ein Blitz ein - ach was solls: Er heißt WallEmort ^^ (bestimmt um viele Ecken mit Voldemort verwandt). Sonst stören mich solche Anspielungen eigentlich, aber hier waren sie komischer Weise in Ordnung. Es gibt auch bestimmt noch mehr, aber man muss ja nicht alles kennen.
Am besten gelungen ist der Endkampf - in beiderlei Hinsicht. Der Kampf der Mannschaft gegen die Massen an Robotern der bösen Seite und Garis Kampf gegen sein altes ich.

Alles in allem wirkt das Buch trotz der vielen futuristischen Einflüsse doch sehr vertraut und liest sich spätestens ab dem Teil mit dem Raumschiff richtig flüssig. Den Teil davor braucht man schon um sich zu gewöhnen, aber das ist eher Absicht, da Grais sich auch erst eingewöhnen muss und so sein Gedächtnisverlust noch besser beim Leser ankommt. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen. Davon würd ich gern noch mehr lesen.

1 Kommentar:

  1. Siext, ich hab' jetzt schon lange kein Buch mehr bekommen -- ich spekuliere schon, ob meine letzte Rezension vielleicht was damit zu tun haben könnte, *ggg*.

    Hört sich aber gut an, dieser Roman, aber da ich jetzt schon eines, das Du hier besprochen hast (der King-Roman) auf meinem SUB liegen habe, werde ich erst noch mal warten, bis ich es mir besorge.

    So long,
    Corinna

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